AG    Auftraggeber (Privatpersonen, Gesellschaften, Firmen, Kommunen etc.)

AN    Auftragnehmer (ausführende Firmen: Garten- und Landschaftsbauunternehmen, Bauunternehmen, Teichbauer, Schlosser, Schreiner, Elektriker etc.)

Aufmaß    Der Prismenstab wird auf jeden einzumessenden Punkt gesetzt und von der Totalstation digital erfasst: es ergibt sich eine Datei mit vielen Punkten, denen als Eigenschaft eine Höhe zugeordnet wird. Diese Datei wird in eine AutoCAD-Datei eingelesen und nun werden die Punkte zeichnerisch verbunden: zu dem Weg, der Terrasse, der Mauer, dem Gebäude, die dann zugleich auch eine bzw. mehrere Höhenangaben besitzen.

Ausführungsplan    Erarbeiten und Darstellen der ausführungsreifen Planungslösung.

Bambus    gehört zur Familie der Gräser, kommt aus Asien und wird in Europa als immergrünes, filigranes und bewegliches Gartengehölz immer beliebter: Besonders schön ist die Verwendung im Zusammenhang mit Kies, Kieseln und Wasser. - Häufig verwendete Gattungen: Phyllostachys ist auch im Winter saftig grün, solange es ihm nicht zu kalt ist (je nach Sorte bis –25 ° C). Wichtig: er bildet Ausläufer und wächst ohne Rhizomsperre unterirdisch durch den ganzen Garten. Fargesia beliebt immer wieder unerwartet zu blühen, danach sterben die Pflanzen ab. Ihr Vorteil ist, dass sie horstartig wachsen, also an der einmal gepflanzten Stelle verweilen. Ihr Nachteil, dass sie im Winter die Blätter einrollen und graugrün sind. Pseudosasa hat große, dunkelgrüne Blätter und bildet wenig Ausläufer.

Bambusgarten    Hauptgestaltungselement ist hier der Bambus: kombiniert mit Kies, Kieseln und Wasser ein immergrünes, bewegtes Gartenbild.

Bauleitung    Überwachen der Ausführung des Objekts

Baumpflege   Bäume müssen besonders im städtischen, dicht besiedelten Bereich gepflegt und kontrolliert werden. Da sie aufgrund der ungünstigen Lebensverhältnisse (versiegelter Boden, feinstaubbelastete Luft; Trockenperioden; Parkrempler) krankheitsanfälliger als ihre im natürlichen Umfeld lebenden Artgenossen sind, müssen bei der regelmäßigen Kontrolle jeweils Maßnahmen wie Kronenauslichtung, Kronenreduzierung, Kronensicherung, Totholzentfernung oder Fällung angeordnet werden. Vorbeugend gegen Pilzbefall können Bäume auch geimpft werden, oder der Einsatz von Mykorrhiza-Pilzen zur Standortverbesserung kann angeordnet werden.
Regelwerk ist die ZTV-Baumpflege.

Bauüberwachung    Überwachen der Ausführung des Objekts

Bestandsplan    Aus der zeichnerischen Verbindung entsteht ein digitaler Bestandsplan: je nach Aufgabe als Uraufmaß, Zwischenaufmaß, Schlussaufmaß, Leitungsplan oder Planungsgrundlage für LandschaftsArchitekten und Ingenieure.

Dachgarten     Wem die Pflege eines Gartens über den Kopf wächst, der schaffe sich eine Dachterrasse an: das schönste Zimmer der Wohnung liegt im Freien! Sorgfältig organisiert und strukturiert, dem Lauf der Jahreszeiten und Tageszeiten mit Sonne und Schatten angepasst, lässt es sich mit Wasser, Blütenduft und Farben ganz individuell und angenehm einfach Sein.

Duftgarten    fruchtig, herb, süßlich, betörend, fein, überwältigend...Düfte von Blüten oder auch Blättern steigen uns in die Nase und lassen uns innehalten. Am Wegesrand oder an der Terrasse, in der Laube oder am Teich, am frühen Morgen, in der heißen Mittagssonne oder abends in der Dämmerung: mit Wissen und Geschick lässt sich Ihr Garten in ein Paradies für Nase und Seele verwandeln: dafür sind wir da, Ihre Gartenplaner.

Entwurf    Erarbeiten der endgültigen Lösung der Planungsaufgabe (System- und Integrationsplanung) § 15 HOAI

Familiengarten    Was passiert mit dem Sandkasten, wenn die Kinder Fußball spielen, was wird aus der Schaukel, wenn sie motorisiert in die Welt ziehen? Gärten im Laufe der Gezeiten lassen sich planen: aus dem Sandkasten wird ein Wasserbecken, aus der Schaukel ein üppig blühendes Pflanzgerüst, aus dem Fußballrasen ein Schwimmteich in Ergänzung zur Sauna....

Frosttrocknis   Sind immergrüne Gehölze während des Winters bei Frost praller Sonne ausgesetzt, laufen sie Gefahr zu vertrocknen. Da die Blätter weiterhin Assimilation betreiben, also Wasser verdunsten, aufgrund des Frostes jedoch kein Wasser aus dem Boden nachziehen können, trocknen sie aus.
Daher sollte im Winter jeder frostfreie Tag genutzt werden, um ungeschützt stehenden Immergrünen etwas Wasser zu geben.

Gießrand    Der Gießrand wird um neugepflanzte Gehölze herum angelegt: der Radius entspricht der Baum- bzw. Strauchkrone, er muss hoch genug sein, um gut Wasser fassen zu können. Neugepflanzte Gehölze brauchen in den ersten beiden Standjahren sehr gute Wasserversorgung, weil ihr Feinwurzelwerk noch nicht ausgereift ist. Je größer die Neupflanzung, je wärmer das Wetter, je länger die Trockenperiode, desto höher der Wasserbedarf. Wichtig: auch wenn es lächerlich klingt, gerade bei immergrünen Gehölzen ist die Wasserversorgung im Winter und bei Bodenfrost von großer Bedeutung. Grüne Blätter betreiben Assimilation und benötigen dafür Wasser!

HOAI    HonorarOrdnung für Architekten und Ingenieure

Laube    viel zu oft verwandeln sich Gärten in Sammelplätze für Überflüssiges und dann wird im Baumarkt gerne ein Gartenhäuschen gekauft, damit man/frau es darin verstecken kann. Ist der Garten nicht zu schade für solch eine Beleidigung unserer ästhetischen Wahrnehmung? Sollten wir uns nicht daran erinnern, dass der Garten ein Ort der Muße und des Wohlbefindens ist? Ein Reich für Seele und Geist? Wie wäre es also, die gute alte Gartenlaube wieder zu entstauben und einen Platz, behütet und beschattet, offen und luftig, aber doch vor Einblicken geschützt, mit Blüten von Rosen und Clematis und Jelängerjelieber übersät, einzurichten für unseren Geist und unsere Seele? Eine Laube...!

Lichtplanung    Im Winter ist der Garten kalt, dunkel und grau – keine Augenweide mehr? Dann ist es Zeit, aus dem Garten mit Formen, Kontrasten und Strukturen ein Winterbild zu malen: Licht setzt es in Szene und vom warmen Wohnzimmersessel aus ist es mit einem Glas Grog sehr angenehm zu erleben. Bewegung bringen Bambus, Gräser und natürlich die gefiederten Gäste ins Bild.

Mulch    ....ist die Schicht, die über die Beetflächen aufgetragen wird: Mulch kann einerseits aus Baumhäcksel bzw. Baumrinde in verschiedenen Körnungen bestehen, grobes Material bei Sträuchern und Bäumen, feines bei Stauden und Gräsern, oder aus Kies. Eine Mulchschicht schränkt die Verdunstung des Wassers in der Erde ein, so dass die Beete länger feucht bleiben, zum anderen verteilen sich Regentropfen beim Aufprall auf die Mulchteilchen in viele kleine und feinere Tröpfchen und verhindern auf diese Weise ein Verschlämmen des Bodens und schützt die Bodenstruktur. Mit der Zeit kompostiert die Mulchschicht aus Rindenmaterial und muss erneuert werden: sie trägt auf diese Weise zur Bodenverbesserung bei.

Ökologische Bauleitung    Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Verursacher einer Baumaßnahme dazu verpflichtet, vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen und unvermeidbare Beeinträchtigungen auszugleichen.
In der Baupraxis bleiben notwendige Schutzmaßnahmen oft unberücksichtigt. Hier setzt die ökologische Bauüberwachung an.
Der Ausführenden Firma werden Schutzauflagen für Tabuflächen, wertvolle Naturgüter und andere sensible Bereiche unterbreitet.
Viele Unachtsamkeiten der Ausführenden sind besonders im Zusammenhang mit Bäumen zu verzeichnen.
Einige Beispiele aus der Praxis:
Unter Bäumen gelagerte Paletten führen zur Verdichtung des Wurzelbereichs. Selbige Wirkung hat das Befahren der sog. Traufbereiche (Bereich unter der Baumkrone).
Viele Baumarten, besonders Flachwurzler, vertragen kein Anfüllen von Boden über ihrem Wurzelbereich. Unfachmännisch gekappte Äste oder Verletzungen der Rinde durch Baumaschinen können zu Fäulnis, sowie Pilz-und Bakterienbefall führen. Das Abgraben im Feinwurzelbereich der Bäume für befestigte Flächen führt durch die Wurzelverletzungen zu erhöhter Krankheitsanfälligkeit.

Preisspiegel   nach der Preisanfrage an die Firmen wird ein Preisspiegel, auf der Basis des verschickten Leistungsverzeichnisses, erstellt. Dabei werden die Angebote der Firmen gegenübergestellt. So ergibt sich eine detailierte Übersicht welcher Bieter welche Leistungspositionen zu welchem Preis anbieten kann.

Pflanzgemeinschaften   Oft ist das Leben der Stauden und Gehölze in den Hausgärten kurz, wenn sie um irgendeines Effektes Willen oder aus Unwissenheit gepflanzt wurden.
Um den richtigen Standort für Pflanzen zu bestimmen, orientiert man sich an ihren natürlichen Lebensbereichen. Die Lebensbereiche der Stauden sind nach Professor Hansen (s. Hansen/Stahl (1997) “Die Stauden“; Ulmer Verlag) in die 7 Bereiche Gehölz-Gehölzrand-Freiflächen-Steinanlagen-Beet-Wasserrand-Wasser unterteilt worden.

Pflanzplan    gehört zur Ausführungsplanung: meist im Maßstab 1 : 50 oder auch 1 : 20. Zum Plan gehört eine Pflanzenliste mit Angaben der vollständigen botanischen Bezeichnung, des deutschen Namens und z.B. zur Blütezeit, Wuchshöhe, Blatteigenschaften, Größe und Pflanzqualität

Rasenkante   auch Mähkante; Trennung zwischen Pflanzung und Rasenfläche, die ein Einwachsen des Rasenfilzes in die Pflanzbeete verhindert. Daher sollte die Rasenkante immer verfugt sein. Kann ein-oder zweizeilig sein, meist aus Naturstein.

Rasterpflanzung   Rasterpflanzungen werden meist im öffentlichen Grün der freien Landschaft vorgenommen.
Das Raster gibt die Abstände der Pflanzen zueinander und die Gattungen der Gehölze vor. Dabei  handelt es sich in freier Landschaft immer um heimische Gehölze, die typisch für die Region sind. Aufgrund der hohen Stückzahlen werden meist wurzelechte (ohne Topf oder Ballen) Pflanzen eingesetzt, die schnell versorgt werden müssen.

Schnitthecke    Alle Pflanzen, die nach einem Schnitt vielfältig und wuchsfreudig wieder austreiben, eignen sich gut als Schnitthecken: immergrüne wie z.B. Liguster, Eibe, Thuja, Kirschlorbeer und laubabwerfende wie Hainbuche und Rotbuche

Schrittmaß    Nach dem Merkblatt für Treppen gilt als mittlere Schrittlänge beim Gehen auf waagerechtem, ebenen Boden 63 cm, auf Teppen bezogen ergibt sich als Beziehung zwischen Schrittlänge, Auftritt und Steigung die Schrittmaßformel: Auftritt + 2 x  Steigung = 63 cm

Schwimmteich    Ein Schwimmbad ist zu steril, der chemisch-technische Aufwand hoch und im Winter kein Anblick. Ein Teich macht Arbeit und lässt sich nicht nutzen. Der Schwimmteich verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen: eine Freude für Klein und Groß hält sich der Pflegeaufwand in überschaubaren Grenzen.

Stauden    Sind Pflanzen, die im Winter ihre Blätter und Stengel "einziehen" bzw. die absterben. Die Pflanzen überwintern mit ihren unterirdischen Teilen und treiben im Frühjahr wieder aus.

Thujenhecke  In den meisten Gärten übernimmt die Thuja, der Lebensbaum, die Aufgabe der Sichtschutzhecke.
Sie ist sehr beliebt, da sie preiswert in der Anschaffung ist, schnell wächst und gut als Hecke geschnitten werden kann. Doch jeder Landschaftsgärtner im ersten Lehrjahr weiß, dass Thujen  oder weniger verpönt sind, weil sie eben jeder im Garten hat.
Schöne immergrüne Alternativen wären, Eiben (Taxus baccata), Liguster (Ligustrum vulgare), und Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus).
Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist zwar nicht immergrün, behält das trockene Laub jedoch bis zum Frühjahr. Weitere nichtimmergrüne, heimische Schnitthecken: Kornelkirsche (Cornus mas); Feldahorn (Acer campestre), Rotbuche (Fgus sylvatica).

Vergabegespräch  Beim Vergabegespräch treffen sich AN, Landschaftsarchitekt (LA) und der günstigste Bieter (oftmals auch der zweitgünstigste bei eng aneinanderleigenden Angeboten).
Der Bieter hat so die Möglichkeit sich nochmals vor Ort von den Gegebenheiten ein klares Bild zu machen und den Bauherrn kennenzulernen. Der Bauherr bekommt ebenso einen Eindruck vom potenziellen AN. Der LA ist Moderator der Sitzung, spricht Dinge wie Baubeginn, Zahlungsmodalitäten und Ablaufplan an und sorgt anschließend für das Zustandekommen der offiziellen Auftragsvergabe.

Vorentwurf    Erarbeiten der wesentlichen Teile einer Lösung der Planungsaufgabe (Projekt- und Planungsvorbereitung) § 15 HOAI

Wassergarten    Hauptelement ist hier das Wasser: statt Rasen gibt es Teichflächen und Wasserläufe, Stege und Wasserfälle, feuchtigkeitsliebende Stauden und immer etwas Lebendiges zum Schauen und Genießen.